Wie buche ich einen Zauberkünstler?

Wie buche ich einen Zauberkünstler?

„Wow, das ist echt der Hammer! Kann man euch auch buchen?“ – Diese Frage bekommen Andi und Joe immer öfter gestellt. Aber wie bekommt man denn jetzt einen Zauberkünstler auf seine Firmenfeier, zur Hochzeit, zum Geburtstag, … ? Genau um diese Unsicherheit aus der Welt zu schaffen, möchte ich euch in einem kurzen Artikel erzählen, wie eine Buchung bei uns abläuft.

Rückruf innerhalb von 24 Stunden
Die meisten finden uns über Socia Medie (Instagram, LinkedIn, Facebook und TikTok) oder landen über die gute alte „Googlesuche“ auf unserer Website. Erst einmal könnt ihr euch dann auf der entsprechenden Plattform umsehen (wir haben jede Menge Bilder, Vidoes und Texte für euch), um einen ersten Eindruck zu bekommen. Im nächsten Schritt heißt es dann: anrufen. Entweder ihr klingelt gleich bei uns durch oder schreibt uns eine Mail mit eurer Anfrage und einer Telefonnummer (!). Wir melden uns garantiert innerhalb von 24 Stunden bei euch.
Kontakt Stockfoto
Daniela von Enjoy Magic
Programmplanung – mit und ohne Programm
In unserem ersten Gespräch geht es dann um eure Veranstaltung. Wir zeigen euch unsere Möglichkeiten (Table Hopping, Bühnenshow, Walkaround-Magic, etc.) auf und überlegen gemeinsam, welche unserer Auftrittsformen am besten zu euch passt. Wenn ihr schon ein Programm habt, dann passen wir unsere Zauberkunst flexibel an und wenn ihr noch ganz am Anfang steht, dann unterstützen wir euch gerne beim Ausarbeiten eines Kozeptes.
 
Mit nur einem Anruf buchen
Wenn ihr euch entschieden habt, dann gehen wir nochmal alle Details durch, besprechen die genaue Ankunfs- und Auftrittszeit des Künstlers und beantworten selbstverständlich jede eurer Fragen. Im Anschluss erhaltet ihr diese Unterlagen per Mail, setzt eure Unterschrift drunter, schickt uns das Ganze zurück (ihr müsst das unterschriebene Dokument nicht einscannen, ein Foto reicht) und schon habt ihr euren Zauberkünstler gebucht – mit nur EINEM Telefonat!
Der PreGig-Call vermeidet Stress
Eine Woche vor eurer Veranstaltung meldet sich dann der Künstler selbst bei euch. In diesem sogenannten „PreGig-Call“ sprecht ihr kurz, ob alle Daten noch stimmen (z.B. Beginn und Ende des Auftritts) und könnt gerne Fragen stellen, falls noch etwas unklar sein sollte. Außerdem ist das eine schöne Gelegenheit, um im Vorfeld mit dem Künstler zu sprechen und sich kurz kennenzulernen, bevor man selbst am Veranstaltungstag im Stress versinkt.
 
Das nächste Mal hört ihr dann von uns, wenn ein Künstler im roten Hemd vor euch steht. Ab diesem Zeitpunkt heißt es für euch zurücklehnen und sich gemeinsam mit euren Gästen verzaubern lassen! Einfach, unkompliziert und mit nur einem Anruf!
Andi & Joe von Enjoy Magic

Die Enjoy Magic Review

Die Enjoy Magic Review

Zwei Zauberkünstler sitzen vor einer grauen Wand und sprechen über die neuesten Zauberartikel – und fast 2000 Menschen schauen zu! Seit etwa drei Jahren produzieren Andi und Joe gemeinsam die Enjoy Magic Review Show und beschäftigen sich regelmäßig mit den neuesten Effekten. Aber wie viel Arbeit steckt eigentlich hinter den wöchentichen Vidoes? Und wie kommt man überhaupt auf die Idee, Zauberartikel zu reviewen?

Jede Woche ein Video – ohne Ausnahme
„Die Idee ist aus einem Bedarf heraus entstanden“, beschreibt Andi die Anfänge der Show. „Wir hatten selbst schon so viele Produkte gekauft, ausgepackt und waren enttäuscht. Dieses Gefühl wollten wir anderen Künstlern ersparen.“ Andi und Joe haben sich schon immer für neue Zauberartikel interessiert und verfolgt, was so Neues auf den Markt kommt. Außerdem sind sie große Fans der englischsprachigen „Wizard Product Review“. Da es so ein Format in Deutschland 2016 noch nicht gab, haben die beiden einen YouTube-Kanal angelegt und laden seitdem wöchentlich ein neues Video hoch. „Bis jetzt haben wir noch jede Woche ein Video veröffentlicht – ohne Ausfall“, sagt Joe. Der Kanal hat bisher über 400.000 Aufrufe und knapp 2.000 Abonennten sind jede Woche gespannt auf ein weiteres Video und die vorgestellten neuen Produkte.

Enjoy Magic Review

Subjektive Meinung und positives Feedback
Unterstützt werden Andi und Joe von ihrem Sponosor Magic Shop (Onlineshop für Zauberartikel). Dieser stellt ihnen die Produkte, die in der Show besprochen werden, zur Verfügung. Die Vorstellug und Bewertung der Produkte verlaufen allerdings unabhängig vom Sponsor. „Unser Ziel war es schon immer, ehrliche und informative Reviews zu drehen“, erzählt Joe. Die Zuschauer schätzen die subjektive Meinnug und die ehrlichen Aussagen der Künstler. „Manche Arikel zerreißen wir regelrecht und sagen ‚Kauft das nicht!‘“, betont Andi.  Bewertet werden die Produkte nach der eigenen Bewertungsskala, die die beiden Künstler selbst entwickelt haben. Für ihre Arbeit erhalten die beiden großartiges Feedback von den Zuschauern. Kritik gibt es nicht, nur positive Rückmeldungen und große Dankbarkeit für die vielen Tipps.

Enjoy Magic Review

Meistens wird den ganzen Nachmittag gedreht
Wie viel Aufwand ist es denn jetzt eigentlich, so ein Projekt umzusetzen? Eine Schwierigkeit: Joe ist im vergangenen Jahr wieder in seine fränkische Heimat gezogen und Andi wohnt in der Nähe von München. Deshalb treffen sich die beiden alle zwei Monate, die graue Wand wird aufgebaut und einen ganzen Nachmittag gedreht. „Damit haben wir dann wieder Material für die nächsten Wochen“, sagt Joe. Wesentlich aufwändiger als das Drehen selbst, ist allerdings die Verarbeitung des Materials: schneiden, einfügen, hochladen und bewerben der Videos nimmt den Großteil der Zeit in Anspruch. „Die Rückfahrt vom Drehort verbringe ich aus diesem Grund meistens schon mit dem Schneiden der Videos“, erzählt Joe.

Review anschauen = Fehlkauf vermeiden
Obwohl der Aufwand nicht gerade gering ist, sind Andi und Joe begeistert von ihrem Projekt: „Es macht einfach unglaublich viel Spaß und die Rückmeldungen aus der Community sind mega.“ Mehr als 300 Zauberartikel haben die beiden in ihrer Review-Show schon vorgestellt und verbringen zudem viel Zeit mit dem Beantworten von Fragen und reagieren auf Kommentare, Wünsche und Vorschläge. „Wir wollen einfach für unsere Kollegen da sein, unsere Erfahrungen weitergeben und damit den ein oder anderen Fehlkauf (den jeder Zauberkünstler schon einmal hatte) vermeiden“, sagt Andi.

Enjoy Magic Review

Zauberkunst auf eurer Hochzeit

Zauberkunst auf eurer Hochzeit

 
Mittlerweile dürfte allen klar sein, dass es für große Veranstaltungen dieses Jahr leider schlecht aussieht. Die Corona-Krise hat nicht nur zahlreiche Events verhindert, auch Hochzeiten mussten abgesagt und verschoben werden. Gerade hier ist es natürlich besonders ärgerlich. Schließlich plant man den schönsten Tag seines Lebens und dann muss man ihn verschieben. Trotzdem lassen sich die Paare nicht entmutigen und verschieben den schönsten Tag eben aufs nächste Jahr. Deshalb konnten wir den Großteil unserer Auftritte auf 2021 verlegen und freuen uns, bei den Hochzeiten mit dabei zu sein. Aber was machen Zauberkünstler eigentlich auf einer Hochzeitsfeier?
Zauberkunst beim Sektempfang
Einer der größten Vorteile der Zauberkunst ist die Flexibilität. Wir haben kein Standardprogramm, dass wir runterbeten, sondern gestalten unsere Zauberkunst nach den Wünschen des Brautpaares. Ein guter Zeitpunkt für etwas Magie ist der Sektempfang nach der Trauung. Die Gäste warten auf das Brautpaar, damit es endlich in die Location zum Feiern gehen kann. Damit hier schon keine Langeweile aufkommt, unterhalten unsere Zauberkünstler die Gäste direkt an den Tischen. Ohne Bühne und ohne großen Aufwand präsentieren wir eine angenehme Unterhaltung – und danach beim Essen haben die Gäste schonmal ein gemeinsames Gesprächsthema.
Enjoy Magic Hochzeitsfeiern
Zauberkunst für Kinder
Während dem Brautpaarshooting gibt es magische Unterhaltung für die Gäste
Ein fester Programmpunkt ist bei den meisten Hochzeitsfeiern das Brautpaarshooting. Braut und Bräutigam sind mit dem Fotografen unterwegs und halten diesen besonderen Tag in wunderschönen Bildern fest. Aber was machen die Gäste? Die erfreuen sich an einer Zaubershow, die extra für diesen Anlass konzipiert wurde. Ob Bühnenshow für alle oder Table Hopping direkt am Tisch – die Zeit, bis die beiden Hauptpersonen wiederkommen, wird so perfekt genutzt. Wenn das Brautpaar wieder zurück ist, gibt es noch eine kleine Show für alle und hinterher Kaffee und Kuchen. Da schreibt sich der Programmablauf doch wie von selbst!
 
Table Hopping nach dem Essens-Tief
Nach dem Essen soll gleich die Tanzfläche gestürmt werden? Das ist wohl der Albtraum von so manchen Gästen. Viel schöner wäre es doch, wenn man noch etwas entspannt sitzen bleiben und sich von einigen Karteneffekten verzaubern lassen könnte. Gerade nach dem Essen entsteht häufig ein Tief bei den Gästen, das sich mit unserer Zauberkunst perfekt überbrücken lässt. Table Hopping bietet sich hierbei wunderbar an, da die Gäste an ihren Tischen bleiben können und dort direkt unterhalten werden.
Zauberkunst lässt sich mit anderen Programmpunkten kombinieren
Ansprachen, Spiele, Musik, der erste Tanz, Torte anschneiden – auf dem Programm einer Hochzeit stehen nunmal einige Punkte. Unsere Zauberkunst ist hier die passende Ergänzung, da wir uns nicht nur an jedes Programm anpassen können, sondern sich unsere Kunst auch mit weiteren Punkten kombinieren lässt. Wenn beispielsweise ein DJ für die musikalische Unterhaltung engagiert wurde, gehen wir einfach von Tisch zu Tisch und verzaubern die Gäste. Dadurch entsteht eine wunderbare Mischung: Wer tanzen möchte geht auf die Tanzfläche, wer magische Effekte sehen möchte bleibt sitzen. So kann jeder Gast machen, was ihm am besten gefällt und keiner ist gelangweilt.
Magische Unterhaltung bei der standesamtlichen Trauung
Ihr wollt nicht alle eure Termine auf 2021 verschieben? Manche Paare entscheiden sich gerade dazu, dieses Jahr standesamtlich zu heiraten und nächstes Jahr wie geplant zu feiern. Die standesamtliche Hochzeit ist dabei nicht wengier wichtig wie alles andere und auch hier darf ein kleiner aber feiern Programmpunkt nicht fehlen: Erst wird das Formelle erledigt und dann mit einem Glas Sekt auf das Brautpaar angestoßen. Passend dazu ein Zauberkünstler, der die Gäste mit magischen Effekten unterhält und aus einer Feier im kleinen Kreis einen unvergesslichen Tag macht, denn das soll es schließlich trotz allem werden!
Enjoy Magic Hochzeitsfeiern

Genauso flexibel wir unsere Zauberkunst sind auch die Möglichkeiten, diese im Programm einer Hochzeit einzubauen. Da wir schon auf einigen Hochzeitsfeiern auftreten durften, können wir genau sagen, welche Auftrittsform am besten passt. Gemeinsam mit unserem Team planen wir den perfekten Ablauf und freuen uns immer wieder, wenn wir an diesem besonderen Tag mit dabei sein dürfen!


Mit 75 feiern wie ein 18-jähriger

Mit 75 feiern wie ein 18-jähriger

(nach einer wahren Geschichte)

„Was war der außergewöhnlichste Auftritt, bei dem du bisher warst?“ – Diese Frage habe ich Andi von Enjoy Magic gestellt und als Anwort eine Geschichte bekommen, die lustig, unterhaltsam und wirklich überraschend ist:

„Wahrscheinlich viele Reden, jede Menge Essen und eher langweilig – so stelle ich mir den Ablauf der Geburtstagsfeier vor, für die ich gebucht wurde. Dass dieser Abend der außergewöhnlichste Auftritt überhaupt werden würde, dass wusste ich auf dem Weg zur Location noch nicht. Irgendwo im Hinterland, abseits von allem, komme ich an. Als ich durch den Ort fahre, ist nichts los. Kein Mensch auf der Straße, kein Auto, leerer Marktplatz. Nur ein nagelneuer grüner Mercedes, ich schätze mal mit einem Wert von 150.000 Euro, steht vor der Tür. Muss wohl jemand Reiches eingeladen sein.

Grüner Mercedes Stockfoto
Gefeiert wird der 75. Geburtstag von Günther (Name geändert), wobei mich sein Freund Mike (Name geändert) als Überraschung gebucht hat. Der grobe Ablauf: Essen im Restaurant und danach geht es in den Club. 75. Geburtstag im Club? Ich frage mich kurz, was das wohl für eine Party sein wird, konzentriere mich dann aber auf meinen Auftritt. Beim Betreten des Saales fällt mir auf, dass hier niemand älter als 40 ist. Wieder denke ich mir nichts dabei und fange an zu zaubern. Kurze Zeit später, Auftritt Günther: Seine 75 Jahre sieht man ihm keineswegs an, er wirkt unglaublich energiegelanden und selbstverständlich gut gelaunt – wer ist das an seinem Geburtstag nicht. Während des Essens unterhalte ich die Gäste und erfahre hier und da etwas über das Geburtstagskind. Sein Hauptgeschäft: Immobilien.
 
Als ich am Tisch von meinem Auftraggeber Mike sitze merke ich, dass ich mich hier in anderen Kreisen bewege: Mike isst kein Fleisch und lässt deshalb seinen ganzen Teller, auf dem lediglich an einem Rand etwas Bohnen mit Speck liegen, zurückgehen, um ein neues Gericht zu bekommen. Die Bohnen mit Speck einfach liegen zu lassen, war hier keine Option. Die Küche reagiert allerdings mehr als cool, nimmt die Bohnen einfach vom Teller runter und gibt den gleichen wieder nach draußen – Mike ist zu meiner Überraschung trotzdem zufrieden.
 
Nach dem Essen hält Günther eine Rede, bedankt sich bei allen für’s Kommen und kündigt außerdem an: „Ich werde dieses Jahr noch heiraten, ich weiß nur noch nicht wen“, dabei schaut er die jungen Damen im Raum eine nach der anderen an. Geschenke möchte er keine haben, sondern bittet um eine Spende für ein Wohltätigkeitsprojekt. Das lasse ich mir doch nicht zweimal sagen, nehme von einem Gast einen Geldschein, lasse den Schein verschwinden und in der Spendenbox wieder auftrauchen. Manchmal ist es so praktisch, wenn man zaubern kann. Das Essen geht zu Ende und Günther lädt seine Gäst zum Feiern ein. Betont dabei allerdings mehrfach, dass alle mit müssten und es heute nur Champagner geben wird. Ob ich auch mitdarf? Günther hat „alle“ gesagt 😉 und irgendwie habe ich hier das Gefühl, dass die Leute einfach machen was Günther sagt.
Andi von Enjoy Magic

Vor dem Club ist ein Parkplatz abgesperrt, nur einer, aber direkt vor der Tür. Für wen? Natürlich für Günther und seinen grünen Mercedes. Als er ankommt, entfernen die Securitymänner das Absperrband und lassen ihn (ich muss es nochmal betonen) direkt vor der Tür parken. Mit einer Frau im Arm steigt das Geburtstagskind aus, geht ohne eine Kontrolle an der Security vorbei und nimmt seine Gäste mit den Worten „Die gehören zu mir“ mir rein. Bezahlt hat von uns keiner. Dann geht es geradeaus durch den Club direkt in die VIP-Lounge und wie versprochen wartet der Champagner schon auf uns. Aber nicht einfach lieblos hingestellte Flaschen und Gläser, nein, Champagnerboote, mit Kerzen und Deko. Günther bricht jedoch seine eigene Beschränkung („Heute gibt es nur Champagner.“) und bestellt reichlich Belvedere und alles andere, was man sich gönne kann. Immerhin ist er das Geburtstagskind.

Irgendwann muss ich mich leider auf den Heimweg machen und verabschiede mich zuerst von Mike. Gemeinsam machen wir noch ein Selfie, das ich gerne auf Instagram teilen möchte, jedoch hektisch von Mike davon abgehalten werde: „Ne, nicht auf Instagram. Weißt du, ich bin heute mit meiner Freundin hier, aber ich hab Frau auch.“ Das Foto wird gelöscht und ich frage mich wieder, wo ich denn hier gelandet bin. Natürlich halte ich noch ein kurzes Schwätzchen mit dem Geburtstagskind und verabschiede mich von Günther und seinen Gästen. Als er mir die Hand reicht, merke ich, dass sich Papier darin befindet und sehe beim Hinausgehen einen grünen Schein (keinen 5er!). Das ist dann wohl mein Trinkgeld.
 
Nach einem unglaublichen Abend fahre ich nach Hause und bin einfach nur fasziniert von der Tatsache, dass ein Mann mit 75 noch genauso feiert wie ein 18-jähriger.“

Wie lernt man zaubern?

Wie lernt man zaubern?

 
Eine Karte taucht aus dem Nichts auf, Gabeln verbiegen sich durch pure Gedankenkraft und Rubiks Cubes lösen sich von allein – dass es hier nicht mit rechten Dingen zugeht, ist klar, aber wo lernt man das eigentlich? Andi und Joe beschäftigen sich schon seit vielen Jahren mit der Zauberkunst und arbeiten laufend an neuen Effekten. Ich hab nachgefragt, wie die beiden angefangen haben und ob sie nach Hogwarts mussten, um zaubern zu lernen.
Von Zauberkästen und YouTube-Videos
 
Ganz nach Meister-Schüler-Prinzip wurde Andi während seiner Ausbildung von Joe für die Zauberkunst begeistert. Der gebürtige Franke hat sich allerdings schon wesentlich früher der Magie verschrieben: „Mit acht oder neuen Jahren hab ich mir auf Flohmärkten Zauberkästen gekauft und war außerdem schon immer fasziniert von David Copperfield und seinen Effekten.“ Zauberkästen sind jedoch bei weitem nicht die einzige Möglichkeit, um Effekte zu lernen. Bücher, DVDs, YouTube-Videos – Anleitungen und Tipps gibt es auf den unterschiedlichsten Plattformen.
Ein Verein für die Zauberkunst
 
Wer sich nicht alleine mit den vielen Angeboten auseinanderstzten will oder schlichtweg überfordert bei der Auswahl der richigen Effekte ist, der sollte sich auf jeden Fall Rat bei andern Künstlern holen. Eine Möglicheit bieten dabei Zaubervereine. Hier treffen sich Magiebegeisterte zum gemeinsamen Üben und Austauschen. Zaubervereine sind deutschlandweit in zahlreichen Städten zu finden, einfach mal googeln und hingehen!
 
Erst schauen, dann bestellen
 
Beim Einkauf von Zauberartikel hilft es ebenfalls, auf die Erfahrung anderer Künstler zu vertrauen. Genau dafür betreiben Andi und Joe die „Enjoy Magic Review“. Sie testen die neuesten Artikel, bewerten diese und stellen Links zum Einkauf zur Verfügung. Wer also nicht auf Gut Glück bestellen möchte, schaut erst auf YouTube nach 😉
 
Magischer Unterricht
 
Und was ist jetzt mit Hogwarts? „Na ja, man weiß ja nie. Aber falls ihr zu eurem elften Geburtstag keinen Brief bekommt, kann ich Seminare nur empfehlen. Dort könnt ihr viel von erfahrenen Zauberkünstlern lernen, die ihr Wissen immer gerne weitergeben“, erzählt Joe. Außerdem gibt es sogar richtige Schulen, wie die „Zauberschule München“. Dort kann man verschiedene Kurse besuchen und die Kunst der Magie in einfachen Schritten erlernen.
Andi von Enjoy Magic
Üben, Erfahrung, üben
 
Aber nicht nur die Effekte machen einen guten Künstler aus. Mit dazu gehören auch der sichere Umgang mit den eigenen Fehlern (denn die passieren nun mal) und natürlich ein sichers Auftreten vor Publikum. Das seien jedoch Dinge, die man nicht lernen könne, erklärt Joe. Das komme nur mit Erfahrung.
 
Zum Abschluss noch zwei wertvolle Tipps für jeden, der gerne zaubern lernen möchte:
 
Andi: „Sucht euch auf jeden Fall Kontakt zu anderen Zauberkünstlern. Vertraut auf die Empfehlungen anderer und vernetzt euch in Vereinen oder Internet-Communities.“
Joe: „Bleibt am Ball. Ihr wollt eine Kunst lernen, die Alt und Jung gleichermaßen in Staunen versetztz – das ist die Mühe auf jeden Fall wert!“

Nach der Corona-Krise als Zauberkünstler durchstarten

Nach der Corona-Krise

als Zauberkünstler durchstarten

 
Hochzeiten, Firmenfeiern, Geburtstage – alles abgesagt. Während alle zu Hause bleiben und nicht recht wissen, was sie mit der vielen freien Zeit anfangen sollen, feilt Dominik Fontes an seinem neuen Branding. Warum er aktuell, auch ohne Auftritte, fleißig am arbeiten ist, wie er mit der Krise umgeht und welche finaziellen Förderungen es für Zauberkünstler gibt, darüber habe ich mit ihm im Interview gesprochen.
Wir befinden uns mitten in der Corona-Krise: Wie sieht denn dein Alltag gerade aus?
Tatsächlich genuso wie zuvor, nur eben leider ohne Auftritte.
 
Und was machst du dann jetzt und auch sonst so den ganzen Tag?
Ich stehe morgens immer sehr früh auf und beschäftige mich dann mit Themen zur Zauberkunst. Mein aktuelles Hauptthema ist das Marketing. Außerdem hab ich letztens meine Steuererklärung gemacht und erledige Aufgaben, die als Selbstständiger so anfallen. Zur Zeit erhalte ich natürlich weniger Anfragen, wodurch der Verkauf etwas zurückgefahren ist. Aber normalerweise würde ich viel mit Kunden telefonieren und Auftritte planen.
Dominik Fontes Zauberkünstler
Wann hast du dich eigentlich dazu entschieden, dein Hobby zum Beruf zu machen? Und warum?
Ich wusste schon seit sehr vielen Jahren, dass ich die Zauberkunst zu meinem Hauptberuf machen wollte, hab es mir aber selbst nie wirklich zugestanden. Während meines Studiums (Wirtschaftspsychologie) habe ich dann allerdings mehr für die Zauberkunst gemacht, als für die Universität. Vor etwa zwei Jahren war ich dann an dem Punkt, an dem ich für mich beschlossen habe, dass ich nicht mehr weiter studieren möchte. Der Schritt zur Selbstständigkeit war dann sehr leicht, da ich bereits nebenberuflich als Zauberkünstler aufgetreten bin. Ein Termin beim Studienamt und schon war ich abgemeldet und hauptberuflich Zauberkünstler.
 
Was war für dich die größte Herausforderung als du die Zauberkunst zu deiner Haupteinnahmequelle gemacht hast?
Mit der vielen Zeit umgehen zu lernen. Ich stand ja schon neun Jahre auf der Bühne, von daher lief das alles schon sehr gut und routiniert. Als ich dann aber nur noch die Zauberkunst hatte und kein Studium mehr, keinen Nebenjob – da bleibt natürlich deutlich mehr Zeit übrig.
 
Ist es denn schwierig, sowohl Künstler als auch Manager/Organisator zu sein?
Nein, überhaupt nicht. Gerade diese Kombination liebe ich an meinem Beruf. Sowohl der unternehmerische als auch der künstlerische Aspekt machen mir unglaublich viel Spaß. Für mich ist die Organisation weniger ein Problem sondern mehr eine Leidenschaft.
Dominik Fontes Zauberkünstler
War dir von Anfang an klar, dass mit der Selbstständigkeit viel Papier- bzw. Verwaltungskram auf dich zukommt?
Das wusste ich und ich empfinde es auch gar nicht als viel. Ich hab von Anfang an meine Abläufe digitalisiert und arbeite auf meinem Computer sehr strukturiert. Das nimmt mir letztendlich viel Arbeit ab. Gerade als Selbstständiger muss man immer den Überblick behalten.
 
Wie sieht es aktuell aus? Sind bei dir bisher viele Auftritte ausgefallen?
Bisher sind alle Auftritte bis Mitte Mai abgesagt. Das heißt ich bin jetzt ca. zwei Monate „auftrittsfrei“. Ich merke aber auch stark, dass ich wesentlich weniger Anfragen bekomme.
 
Das heißt, dir fehlen demnach Einnahmen? Wie gehst du damit um?
Gerade bin ich noch sehr entspannt. Ich lebe von meinem Ersparten, denn Arbeitslosengeld wollte ich nicht beantragen. Außerdem stellt der Staat einige finanzielle Mittel für Künstler und Selbstständige zur Verfügung. Bei uns in Nordrhein-Westfalen erhält beispielsweise jeder hauptberufliche Künstler, der in der Künstlersozialkasse ist, 2.000 Euro. Dazu gibt es in jedem Bundesland 9.000 Euro für Selbstständige mit maximal fünf Mitarbeitern (beide Förderungen müssen versteuert werden).
 
Und wie aufwändig ist es, diese Förderungen zu beantragen?
Tatsächlich ist das momentan sehr einfach. Ich musste in dem Formular nur meinen Name, meine Adresse und die Steuernummer angeben und ein paar Kreuze setzen. Im Vergleich zu anderen Anträgen ist das wirklich unkompliziert.
Hast du einen Tipp für andere Künstlerkollegen, wie sie mit der Krise am besten umgehen können?
Ich würde sagen, Ruhe bewahren und einen klaren Kopf bekommen. Meiner Meinung nach ist jeder Künstler in Deutschland gut gesichert, vor allem da jedem hauptberuflich Selbstständigen ja auch das Arbeitslosengeld II zusteht.
 
Wofür nutzt du deine Zeit gerade?
Ich arbeite sehr intensiv an meinem Marketing und außerdem an meinem neuen Branding. In dieser zurückgezogenen Zeit möchte ich möglichst weit vorankommen, um danach gestärkt starten zu können.
 
Dir weiterhin viel Erfolg und vielen Dank für das Interview. 🙂
Dominik Fontes Zauberkünstler

Enjoy Magic auf der Bühne

Enjoy Magic auf der Bühne

 
Lichtanlagen werden angeschlossen, Requisiten bereitgelegt, der Ton ein letztes Mal gecheckt – für eine Bühnenshow muss allerhand vorbereitet werden. Obwohl die Zauberkünstler aus unserem Team meist von Tisch zu Tisch hüpfen, sind sie immer mal wieder auf einer Bühne zu sehen. Im Vergleich zum Table Hopping erfordert eine gelungene Performance hier nicht nur mehr Vorbereitung, sondern es müssen auch andere Anforderungen erfüllt werden. Die Meinungen, welches die bessere Präsentationsform sei (Table Hopping oder Bühneshow), gehen unter Zauberkünstlern stark auseinander. Aber warum nicht beides miteinander kombinieren?
Kleine Bühne, großes Publikum
Mit Mikrofon und von einer Bühne aus erreicht man selbstverständlich mehr Zuschauer. Aber genau darin liegt die Schwierigkeit. Die Effekte müssen auf größere Entfernung noch sichtbar und gut zu erkennen sein. Jeder im Raum soll schließlich eine spannende Darbietung genießen können. Außerdem muss die Show vollständig durchgeplant werden. „Beim Table Hopping können wir eher mal improvisieren“, erklärt Andi.
Enjoy Magic Bühnenshow
Wer sich nicht entscheiden kann, nimmt beides
Genau aus diesem Grund ist eine Bühneshow vor allem für große Events geeignet. „Uns ist besonders wichtig, dass wir den Zuschauern eine unterhaltsame, abwechslungsreiche und spannende Darbeitung präsentieren“, erklärt Joe. Im Laufe der gemeinsamen Auftritte haben die beiden die perfekte Kombination ausgearbeitet. Zu Beginn der Veranstaltung gibt es eine kurze sogenannte „Stand-Up-Begrüßung“, eine kurze Bühnenshow für alle Gäste und im Anschluss gehen die beiden von Tisch zu Tisch und begeistern die Gäste aus nächster Nähe. Dadurch bekommt jeder Besucher die Gelegenheit, etwas von den spannenden Effekten mitzuerleben.
Die Reaktion kommt danach
Erst wenn die Show vorbei ist, erfahren die Künstler, ob es dem Publikum gefallen hat. „Beim Table Hopping bekomme ich die Reaktionen immer sofort und sie wirken sich unter Umständen auch direkt auf den Verlauf meiner Darbietung aus“, sagt Andi. Auch wenn jemand auf der Bühne erkennt, wie ein Kunststück funktioniert, erfahren die Künstler erst im Nachhinein davon. „Niemand steht bei einer Bühnenshow auf und schreit ‚Das hab ich gesehen!’“, meint der 25-Jährige. Die direkte Interaktion mit dem Publikum geht zwar etwas verloren, aber genau diese Distanz ermöglicht es, ganz andere Effekte zu zeigen.
Enjoy Magic Bühnenshow
Hier nochmal die Vorteile einer Bühnenshow auf einen Blick:
 
* Darbietung vor größerem Publikum
* alle Gäste können mit eingebunden werden
* Zauberkunst gemeinsam erleben
* besondere und aufwändigere Effekte
* jeder bekommt etwas mit
* verbinden des Publikums durch gemeinsames Erleben
* neue Gesprächsthemen und Diskussionsstoff
* in jedes Programm integrierbar
* Kombination mit anschließendem Table Hopping möglich

Im Herzen der Zauberkunst

Im Herzen der Zauberkunst

 
Tische voller Kartons, schwebende Gegenstände und Karten, jede Menge Karten. Nein, wir befinden uns nicht in der Rumpelkammer von Hogwarts, sondern auf der wohl größten Zauberkunstmesse der Welt: Die Blackpool Magic Convention.
 
Zauberkünstler und Interessierte treffen sich dieses Wochenende in England, um die neuesten Effekte zu ergattern, an Lectures teilzunehmen und das ein oder andere Idol zu treffen. „Als Zauberkünstler wird man früher oder später mit der Messe in Blackpool konfrontiert“, erzählt Andi. Für ihn ist ganz klar, dass man als Freund der Magie um dieses Event nicht herum kommt. Genau aus diesem Grund haben sich unsere beiden Künstler vergangenes Jahr in den Flieger gesetzt und sich das magische Treffen selbst angesehen.

Ein Muss für jeden Zauberkünstler

Für Andi und Joe war die Convention vor allem für die „Enjoy Magic Review“ interessant. „Manche Effekte werden tatsächlich nur für Blackpool entworfen. Wer also wissen will, was es Neues auf dem Markt gibt, muss da hin“, sagt Joe. Außerdem wollten die beiden auch einfach mal dabei gewesen sein. Die Veranstaltung können sie jedem Zauberkünstler nur empfehlen, meint Andi. Ein Event dieser Größenordnung gibt es in Deutschland leider nicht. Dafür werden mehrere kleine Kongresse organisert, die oftmals auch mit einer Meisterschaft und den entsprechenden Vorentscheiden verbunden sind.
 

Echte Stars live erleben

In Blackpool liegt der Fokus allerdings auf den sogenannten „Lectures“. Bei diesen Vorträgen geben bekannte Zauberkünstler Tipps, zeigen Effekte und präsentieren ihre neuesten Produkte. Natürlich können sich die Besucher auch an den Messeständen informieren. Schöner ist es aber, wenn der Entwickler selbst auf der Bühne zeigt, wie der Effekt funktioniert. Am Ende des Wochenendes steht außerdem eine große Galashow auf dem Programm. Hier treten wahre Größen der Zauberkunst auf. Andi und Joe hatten dadurch die Gelegenheit, Hans Klock, der seine eigene Show in Las Vegas hat, live auf der Bühne zu sehen.
Enjoy Magic in Blackpool

Moment, den kenn‘ ich doch!

Aber nichr nur Stars der Szene sind in Blackpool zu finden, sondern vor allem jede Menge bekannte Gesichter. „Gefühlt sind dort alle unsere Kollegen aus Deutschland anzutreffen“, erzählt Andi. Obwohl man sich in einer fremden Stadt befindet, kommt es einem vor, wie die Heimatstadt: Überall trifft man auf jemanden, den man kennt. Das Schöne sei auch, dass jede Altersstufe vertreten sei und sich damit ein Querschnitt durch die gesamte Zaubererszene in Blackpool tummle, sagt Joe. 

Von den Besten lernen

Insgesamt vier Tage waren die beiden vergangenes Jahr dort. Ihre Zeit haben sie damit verbracht, Lectures zu besuchen, durch die Messe zu stöbern und reichlich neue Effekte einzukaufen. Tatsächlich haben sie  bekannte Künstler wie Morgan Strebler, Peter Turner, Losander getroffen. Am beeindruckendsten war allerdings die Präsentation von Wayne Dobson. Aufgrund Multibler Sklerosis kann er keine herkömmlichen Effekte ausführen und hat daher Tricks entwickelt, die unter Anleitung des Künstlers vollständig vom Zuschauer selbst ausgeführt werden.

Auf ein Bier ins Ruskin

Nach einem langen Tag voller spannender Vorträge, Begegnungen und neuen Ideen treffen sich die Zauberkünstler noch im Ruskin. Die Bar des Hotels ist an diesem Abend gefüllt mit Menschen, die Karten verschwinden lassen, sich gegenseitig verblüffen und ihr gemeinsames Hobby feiern. Auch hier hat man gute Chancen, bekannte Künstler anzutreffen. „Das Ruskin ist so etwas wie der Geheimtipp, den jeder kennt“, sagt Andi.

Zauberkunst auf die Straße gesetzt

Zauberkunst auf die Straße gesetzt

 
 
„Wie lange zauberst du denn schon?“ – Diese Frage bekommen Andi und Joe nur zu oft gestellt. Tatsächlich finden sich die Anfänge ihrer gemeinsamen Zauberkunst auf der Straße. Während ihrer Ausbildung beim Finanzamt haben sie zusammen angefangen, Street-Magic-Videos zu produzieren. Das Konzept ist recht einfach: In eine Fußgängerzone gehen, Leute ansprechen und zaubern. Klingt einfach, ist es nicht! Hinter den spontan wirkenden Videos steckt viel Arbeit und vor allem jede Menge Überwindung.

Erst erklären, dann zaubern

„Die meisten Leute reagieren leider etwas zurückhaltend, wenn wir sie auf der Straße ansprechen“, erzählt Andi. „Manchmal habe ich das Gefühl, dass sie es nicht gewohnt sind, einfach etwas zu bekommen. Deshalb sind viele wahrscheinlich so positiv überrascht.“ Da diese Form der Zauberkunst in Deutschland eher unbekannt ist, müssen die beiden also immer erst einmal erklären, was sie da eigentlich machen. Eine weitere Herausforderung für die Zauberer ist es, dass nicht nur die Menschen vor Ort, sondern auch die Zuschauer „hinter der Kamera“ beeindruckt werden müssen. Die Effekte sollten also sowohl live als auch im Video funktionieren und begeistern. Dafür sei es notwendig, einige Kunststücke besonders auszuarbeiten, erklärt Andi. Und zu guter Letzt: zu lang darf es natürlich nicht sein. Storytelling ist in einem Video nur begrenzt möglich, da für den Zuschauer immer etwas passieren muss. Und wenn jemand keine Lust hat? „Dann verabschieden wir uns höflich und sprechen die Nächsten an“, erzählt Joe.
Street Magic Andi von Enjoy Magic

Lass mal YouTube machen

Für die beiden Zauberkünstler war YouTube schon immer die perfekte Plattform, um ihre Effekte zu zeigen. Gerade im Bereich Street Magic haben sie viele Vorbilder aus den USA. David Blane und Callen Morelli sind nur zwei davon. In Deutschland hat sich vor allem Lukas Kaminski in der Szene einen Namen gemacht. Auch er produzierte Street Magic Videos und hat es damit sogar in die YouTube-Trends geschafft. Er war und ist für Andi und Joe immer noch ein großes Vorbild. Dazukommt, dass beide gerne Videos produzieren und somit gleich zwei ihrer Hobbys verbinden konnten. „Close-Up-Zauberei ist am besten für ein kleines Publikum geeignet. Durch die Videos können wir damit aber viel mehr Zuschauer erreichen“, erklärt Andi.

Zauberhaftes Ergebnis = großer Aufwand

So schön diese Präsentationsform ist, so aufwändig ist sie allerdings auch. Drehtage brauchen nicht nur viel Vorbereitung sondern auch am Tag selbst ein Team, starke Nerven und viel Motivation. Am aufwändigsten ist dabei die Erstellung des Konzepts. Außerdem müssen neue Effekte gekauft, getestet und gelernt werden. Deshalb gäbe es immer wieder lange Drehpausen, sagt Andi. Für Street Magic ist eigentlich jeder Effekt geeignet, er muss nur richtig ausgearbeitet sein. Die Kunst dabei ist es nämlich, möglichst viele Menschen (gerne auch Umstehende) in den Bann zu ziehen.

Wir zaubern nur, wenn die Sonne scheint

Wer draußen arbeitet, ist bekanntlich vom Wetter abhängig. Da hilft leider auch das Zaubern nichts… „Bei schlechtem Wetter haben wir keine Chance“, erklärt Joe. Da bleiben Künstler und Kameramänner lieber zu Hause. Die Zeit können sie dann für das Schneiden der Videos nutzen. Tatsächlich ist der Drehtag nur die halbe Miete. Die Nachbearbeitung nimmt im Vergleich wesentlich mehr Zeit in Anspruch. Schneiden, Ton bearbeiten, hochladen, bewerben – das alles gehört noch mit dazu!

Plattform für eigene Ideen

Für ein gelungenes Video muss demnach alles passen: Wetter, Leute, Effekte, Licht usw. „Das Schwierigste ist es, Performances zu bekommen, bei denen alles stimmt“, sagt Andi. Trotzdem sei es immer wieder eine super Erfahrung, auf der Straße zu zaubern. Dabei könne man seiner Kreativität freien Lauf lassen und viel Neues ausprobieren. „Ich finde es einfach spannend, neue Ideen und Konzepte nach meinen Vorstellungen zu verwirklichen“, sagt der Künstler.
Street Magic Andi von Enjoy Magic

Tagsüber Büro, abends Bühne

Tagsüber Büro, abends Bühne

 
Work-Life-Balance, 4-Tage-Woche, Selbstverwirklichung – diese Begriffe sind gerade in aller Munde. Den Ausgleich zwischen Arbeitsalltag und Freizeit zu finden ist, wie wir alle wissen, nicht immer leicht. Wäre es da nicht praktisch, wenn man zaubern könnte?:) Tatsächlich müssen auch Zauberkünstler darauf achten, wie sie Beruf und Magie unter (entschuldigt bitte jetzt schon den schlechten Wortwitz) einen Hut bringen. Genau über dieses Thema habe ich mit Joe von Enjoy Magic gesprochen:
Hast du eigentlich schon einmal darüber nachgedacht, nur noch zu zaubern?
Ja natürlich. Ist es nicht irgendwie der Traum eines jeden, mit seinem Hobby sein Geld zu verdienen?
 
Was ist für dich der größte Vorteil an der Kombination aus „normalem“ Beruf und der Zauberkunst?
Dass das Hobby nicht zur Pflicht und zum Zwang wird. Ich bin nicht vollständig auf die Zauberei als Einnahmequelle angewiesen. Wenn ich krank werde, muss ich mir keinen Stress machen.
 
Und die größte Herausforderung?
Sich zu trauen.
Joe von Enjoy Magic LIVE
Joe von Enjoy Magic LIVE
Ist das Zaubern für dich eine Art Ausgleich zum Arbeitsalltag?
Auf jeden Fall! Alltagstrott kann eigentlich nicht eintreten, da immer was Interessantes zu tun ist.
 
Was sagen denn deine Artbeitskollegen zu deinem „Nebenberuf“?
Am liebsten sind mir die wortlosen Blicke, wenn sie merken, dass es möglich ist. Die meisten freuen sich aber einfach für mich.
 
Wie oft hast du bei der Arbeit den Satz „Zeig uns mal einen Trick!“ schon gehört?
Tatsächlich gar nicht so oft. Ich versuche, die beiden Teile bestmöglich zu trennen. Höchstens mal in der Mittagspause.
Hochzeitsfeiern und Geburtstage sind nun mal meistens an den Wochenenden, ist das ein Problem für dich?
Da die „wilden Zeiten“ mit feiern vorbei sind, eigentlich gar nicht. Da Hochzeiten, für die wir oft gebucht werden, eher für den Nachmittag und nicht abends geplant sind, gibt es da keine Probleme.
 
Hast du auch manchmal Auftritte unter der Woche?
Die meisten Auftritte sind wie gesagt am Wochenende, aber ab und an schleicht sich auch ein Auftritt während der Woche ein.
 
Ist es dann schwierig am nächsten Morgen wieder in die Arbeit zu fahren?
Nein, eher frisch erholt. Wie manch einer Sport oder Netflix hat zum Entspannen, gehe ich eben zaubern.
Stand up Show - Enjoy Magic
Firmenevents - Enjoy Magic
Was ist aufwändiger: Der Auftritt selbst oder das Üben dafür?
Ich würde sagen, der Auftritt, da das Üben eher nur das Grundgerüst ist. Aber jeder Auftritt ist anders, braucht andere Herangehensweisen und Einfühlvermögen.
 
Wie viel Zeit würdest du sagen, investierst du in die Vorbereitung und das Üben von Effekten?
Es gibt eine Geschichte, die von einem Maler erzählt, der im Park angesprochen wird. Eine Frau fragt ihn, ob er ein Bild von ihr malen könne. Er holt Stift und Zettel heraus und zeichnet eine Minute.
Sie begeistert: „Sie haben mich perfekt getroffen! Was macht das?“
Er: „100.000 €.“
Sie: „Aber sie haben doch nur eine Minute gebraucht.“
Er: „Nein meine Liebe, ich habe mein ganzes Leben gebraucht.“
Üben hört eigentlich nie auf und daher würde ich sagen, dass ich mich die letzten 17 Jahre mit Üben beschäftigt habe.

Die Kunst der Magie ist also nicht nur mit viel Übung verbunden, sondern auch ein wunderbarer Ausgleich zum Berufsalltag. Und freut sich nicht jeder, wenn er sein Hobby (wenigstens teilweise) zu seinem Beruf machen kann?


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